Ursprünglich wurde an steilen Hängen im Alpenraum geflogen. Bedingt durch verbesserte Geräte und Flugtechniken, fand das Gleitschirmfliegen auch im Mittelgebirge immer mehr Anhänger. Nun macht der Einsatz von Schleppwinden, Gleitchirmfliegen im Flachland ebenfalls möglich.
Beim Gleitschirmfliegen werden Geschwindigkeiten zwischen 35 km/h und 55 km/h erreicht. Durch das Kreisen im thermischen Wind können die Gleiter schnell an Höhe gewinnen und dabei Strecken zurücklegen, die mehrere hundert Kilometer zwischen Start- und Landeplatz betragen. Im Gurt sitzend, steuert der Pilot den Paraglider mit beiden Händen über die zwei Steuerleinen. Der Schirm steuert jeweils in die Richtung, in welche die entsprechende Leine gezogen wird. D. h. bei Zug an der rechten Steuerleine, steuert der Gleiter nach rechts. Die Fluggeschwindigkeit wird durch gleichzeitiges Ziehen an beiden Steuerleinen, wodurch das Segel an der Hinterkante nach unten gewölbt wird, vermindert.
Die gesamte Flugausrüstung wiegt bis zu 20 kg und kann in einem Rucksack verstaut werden. Auf ein zugelassenes Fluggewicht ist auch beim Gleitschirmfliegen zu achten: bei kleinen Schirmen liegt es bei etwa 55 kg. Insgesamt dürfen 130 kg beim einsitzigen Gleitschirmfliegen nicht überschritten werden, wobei alles einzurechnen ist, was mitgeführt wird: Bekleidung, Gurtzeug, Gleischirmkappe, Rettungsgerät und Packsack. Tandemflüge sind bis zu einem Gewicht von 250 kg zugelassen.